Oskar Dankner

Oskar Dankner
Oskar Dankner

Der Galizische Jude wurde im Jahr 1980 geboren und hatte die polnische Staatsbürgerschaft inne. Diese erhielt er nach dem Ersten Weltkrieg durch die Staatenneugliederung.

 

Als 'Ostjude' kam er dann 1922 nach Cuxhaven und wurde 1924 Besitzer des "Cuxhavener Lichtspielhaus" (heute. "Gloria-Palast"), ebenso betrieb er ein Wäsche- und Strumpfgeschäft.

 

Er war möglicherweise ein bisschen großspurig und hatte gerne "Frauengeschichten"; diese Charakterzüge mobilisierte natürlich die Neider gegen den erfolgreichen Geschäftsmann.

 

Es gab mehrere Hetzkampagnen gegen Oskar Dankner ; bereits Anfang März 1933 hatten solche ihn dazu veranlasst, sein Kino in der Deichstraße zu verpachten. Am 3. April annoncierte Dankner dann den `Total-Ausverkauf´ seines Strumpf- und Wäschehauses. Grund hierführ war der sogenannte Boykotttag der NSDAP am 1. April 1933. Es wurde u.A. vom Cuxhavener Kreisleiter Morisse aufgerufen, jüdische Geschäfte strickt zu meiden. An diesem Tag blieben alles jüdisch geführten Läden geschlossen, `bewacht´ von jeweils zwei SA-Posten.

 

Nach dem Spießrutenlauf und den Demütigungen von 1933 sah Oskar Dankner keinen Sinn mehr darin, in Cuxhaven zu bleiben, so musste er unter anderem sein Kino weit unter Wert an die "Arier" verkaufen. Also floh er nach Warschau.

Als er den Erlös aus dem Kino-Verkauf im Jahr 1938 nach Polen transfirieren wollte, wurde er wegen "Ausfuhrschmuggel" verhaften und in ein schlesisches Zuchthaus gesteckt. Dort verstarb er im Winter 1939 an schwerem Lungenleiden.

Anzeige vom Lichtspielhaus
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